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Qualitätsstandard statt Quantität – das ist uns sehr wichtig.

 

Der Einsatz von Hunden als Besuchshund oder Co-Therapie-Begleithund ist immer eine verantwortungsvolle Aufgabe. So haben wir es z.B. im Co-Therapeutischen Einsatzfeld mit geistig und/oder körperlich beeinträchtigten oder psychisch kranken Menschen zu tun. Mit ihnen richtig umzugehen bedeutet eine besondere Belastbarkeit und Fähigkeiten für Hund und Halter*in.

 

Aufgrund unserer langjährigen praktischen Erfahrungen in der tiergestützten Intervention hat Leben mit Tieren e.V. den nachstehenden Qualitätsstandard entwickelt, der dabei helfen soll, unsere Angebote der tiergestützten Intervention so sicher und erfolgreich wie möglich zu gestalten.

 

Qualitätsstandard

 

1 – Einführungsgespräch

Interessierte Hundehalter*innen, die mit dem Büro des Vereins Kontakt aufnehmen, werden zu einem der regelmäßig stattfindenden Informationsabende eingeladen. An diesem Informationsabend werden die Hundehalter*innen mit dem Ablauf und den Bedingungen des Bürgerschaftlichen Engagements mit Hund (tiergestützte Intervention) vertraut gemacht. Alle auftretenden Fragen werden sogleich geklärt. Im Anschluss erhalten die Hundehalter*innen vom Büro einen Erst-Fragebogen, den sie bei Interesse an der Teilnahme der verschiedenen Projekte des Vereins ausgefüllt zurückgeben. Auch wird auf die Möglichkeit hingewiesen, sich auf der Homepage des Vereins www.lebenmittieren.de zu informieren. 

 

2 – Einschätzung zur Eignung als Besuchshund und Mensch-Hund-Team

Um sicherzustellen, dass der Hund den Anforderungen eines Besuchs-Begleithundes gerecht wird und darüber hinaus eine vertrauensvolle Bindung zum/zur Hundehalter*in besteht, wird das Hund-Halter*in-Gespann einem speziellen Einschätzungsverfahren unterzogen. Diese Einschätzung wird von einem multidisziplinären Fachkräfteteam des Vereins durchgeführt.

 

3 – Vermittlung Hundehalter*in – Praxisfeld

Nach der positiv erfolgten Einschätzung zum Mensch-Hund-Team werden die Hundehalter*innen zu folgenden Themen geschult und geprüft:

 

- Theoretische und praktische Grundlagen/Voraussetzungen der tiergestützten Interventionen

  bei Leben mit Tieren e.V.

- Interaktionsformen der tiergestützten Interventionen bei Leben mit Tieren e.V. und tiergestützte

  Pädagogik in unterschiedlichen Praxisfeldern

- Kommunikation zwischen Mensch und Tier

- Stress beim Hund, Überforderung vermeiden, den Hund schützen und bedrohliche Situationen

  im Einsatz erkennen und bewältigen

 

Parallel dazu besteht die Möglichkeit, ein erfahrenes Mensch-Hund-Team bei seinem Einsatz zu begleiten, um erste Eindrücke für den eigenen Einsatz zu erhalten.

 

Das Büro übernimmt die Vermittlung an eine geeignete, möglichst wohnortnahe Praxisstelle. Die Hundehalter*

innen werden beim Erstbesuch von einer Mitarbeiterin des Vereins begleitet. Danach besteht sowohl für Hundehalter*innen als auch für die Praxisstelle eine 4-wöchige Probezeit.

 

4 – Durchführung der tiergestützten Intervention mit Hund

Nach Ablauf der Probezeit besucht das Mensch-Hund-Team regelmäßig, z.B. einmal wöchentlich für eine Stunde, die Praxisstelle. Bei Urlaub und längerer Erkrankung informiert das Mensch-Hund-Team die Praxisstelle und das Büro.

Für seinen Einsatz erhält das Mensch-Hund-Team vom Verein eine Aufwandsentschädigung pro durchgeführten Einsatz. Die Einsätze werden in einer Anwesenheitsliste dokumentiert. Nach 6 Monaten erhält das Mensch-Hund-Team vom Verein eine Urkunde und eine Plakette für seinen Hund, die den Hund als geprüften Besuchs-Begleithund ausweist.

 

5 – Alle (neu) im Verein

aktiv mitwirkenden Mensch-Hund-Teams treffen sich vierteljährlich zu moderierten Reflexionsgesprächen im

Verein (obligatorisch).

 

6 – Vertrag mit Leistungsnehmern

Der Verein Leben mit Tieren schließt mit den Leistungsnehmer*innen der Angebote des Vereins einen Vertrag, in dem Rechte und Pflichten, Kosten und Versicherungsbedingungen aufgeführt sind.

 

7 – Hygienevorschriften

Von allen Besuchs-Begleithunden liegt dem Verein ein tierärztliches Attest vor, in dem die momentane gesundheitliche Fitness der Tiere bescheinigt wird. Die Hunde werden regelmäßig parasitologisch durch die Halter*innen überwacht. Im Fall einer Infektion werden sie sofort aus dem Einsatz genommen und behandelt und erst, wenn die Parasiten-Freiheit nachgewiesen ist, wieder eingesetzt. Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung der Hundehalter*innen, nur mit gesunden Tieren in den Einsatz zu gehen.

In außergewöhnlichen Zeiten (Pandemie) gelten gesonderte Hygienekonzepte, die schriftlich verfasst sind.

Gesondert erhalten die Mensch-Hund-Teams dazu eine Belehrung.

 

8 – Fortbildungen

Der Verein Leben mit Tieren e.V. bietet regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen, Reflexionsgespräche und Erfahrungsaustausche zu verschiedenen Themen. Darüber hinaus bieten wir für die Mensch-Hund-Teams Supervision an. Alle werden hierzu eingeladen daran teilzunehmen. Eine Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt.

 

9 – Nachtest

Um die Belastung von Hunden, die längere Zeit als Besuchs-Begleithund tätig sind und regelmäßig eingesetzt werden, zu prüfen, führt der Verein in Zusammenarbeit mit Fachkräften der TGI nachträgliche Überprüfungen durch. Dabei werden die Hunde direkt im Einsatz begleitet und gefilmt. Die Auswertung erfolgt gemeinsam mit dem/der Hundehalter*in.

 

10 – Kontakt zur Büro- und Vereinsleitung

Zur Klärung eventuell auftretender Fragen oder Probleme ist das Büro des Vereins täglich von 11 – 15 Uhr telefonisch und/oder personell besetzt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Anrufbeantworter zu besprechen oder Vorstandsmitglieder telefonisch und per Mail zu erreichen.