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Integrationsprojekt - Flüchtlingskinder zu Gast

  

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In den Sommerferien hatten wir ganz besonderen Besuch. Über einen Zeitraum von 6 Wochen kam einmal in der Woche eine Gruppe von 2-8 Jährigen Kindern aus dem Flüchtlingsheim Soorstraße in unseren Garten. Gemeinsam wollten wir den Kindern zum Beispiel zeigen, wie eine entspannte Begegnung mit Hunden möglich ist, welche Kommunikationssignale Hunde zeigen, wie Hunde spielen und welche Fähigkeiten Hunde haben.

 

Zum ersten Treffen erwarteten 4 Mensch-Hund-Teams die Ankunft der Kinder gespannt. Die Kinder kamen auf das Gelände gerannt und begrüßten schüchtern die Hunde. Zuerst haben wir auf Decken gesessen und zusammen besprochen wie Hunde freundlich begrüßt werden können. Nach ein wenig Übung sind alle Hunde freudig begrüßt worden. Im Anschluss fingen wir an zusammen mit den Kindern und Hunden zu spielen. Im Garten verteilt flogen die Bälle, Leckerlis und Stöcke. Wir gingen zusammen spazieren und verstecken Leckerlis zum Suchen an den Baumstämmen. Während des Spiels gab es immer kleine Lerneinheiten zum Verhalten der Hunde. Besonders schön zu beobachten war, dass die Kinder immer mehr die Scheu verloren. Ganz vorsichtig nahmen die Kinder selbstständig Kontakt zu den Hunden auf.

 

Bei den nächsten Treffen kamen die Kinder bereits laut jubelnd den Weg zum Garten runter gerannt. Sie riefen die Namen der Hunde. Am Anfang übten sie wieder die Begrüßung der Hunde. Einige neue Kinder waren immer dabei und sie lernten am Anfang die Hunde kennen. Wir beim ersten Mal saßen wir zusammen auf dem Rasen und die Hunde lagen zwischen uns. Nach dem Begrüßen begann das Gewusel im Garten und die Mensch-Hund Teams verteilten sich zusammen mit den Kindern in kleinen Gruppen. Die Kinder nahmen immer selbstsicherer den Kontakt auf und streichelten sehr vorsichtig die Hunde und freuten sich wenn die versteckten Leckerlies oder Bälle gefunden wurden.

 

Nach sechs Terminen haben wir uns mit ein wenig Wehmut voneinander verabschiedet.

Wir bedanken uns besonders bei den ehrenamtlichen Mensch-Hund-Teams, die diese Zeit ermöglicht haben:

Annett und Marie; Antje und Elli; Birgit und Lucky; Kirsten und Charly; Regina und Emillio; Susan und Len; Thea und Asra

 

Bildungsprojekt - Schüler zu Gast

Ein paar außergewöhnliche Stunden im Verein „Leben mit Tieren e.V. ließen Kinderaugen strahlen; doch nicht nur diese, sondern auch die unserer tierischen Begleiter und die der großen. Es ist bereits schon Tradition, unsere NaTiKi-Kurse (Natur-Tiere-Kinder; hier „Tierische Entspannung“, Bildungsprojekt des Vereins ALEA e.V.) in Kooperation mit der Adolf-Glaßbrenner-Grundschule, mit einem Ausflug zu beenden.

 

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Diesmal wünschten sich die Kinder weitere Stunden mit Tieren. Da uns Frau Hermannussen mit ihrer Lilimore seit November regelmäßig besucht, stand schnell fest, wohin uns diesmal der Ausflug führen wird. Frau Freidel, die Geschäftsführerin des Vereins „Leben mit Tieren“, war sofort mit unserem Besuch einverstanden und entwickelte mit ihren Ehrenamtlichen ein meisterhaftes Hund-Kind-Programm.

 

So war es z.B. meine Aufgabe, mit den sieben Mädchen ihren Partnerhund auszuwählen. Das stellte natürlich die Kinder vor eine Herausforderung, zwei Mädchen entschieden sich erst einmal für ein und denselben Hund. Doch die Entscheidung des einen Mädchen erwies sich schon in der ersten Begegnung mit ihrem Partnerhund Augusta als richtungsweisend und hinterließ tiefgreifende Eindrücke.

 

Obwohl die Hündin Augusta schon so viel in der Vergangenheit erdulden musste, erwiderte sie die ihr entgegengebrachte Liebe sofort mit ihrem Vertrauen. Voller Vorfreude und Anspannung machten wir uns am 3.5. auf den Weg. All die vielen Fragen der Mädchen konnte ich gar nicht beantworten. Ihre Aufregung war ansteckend.

 

Im Verein wurden wir bereits von Frau Freidel und ihrem tierischen und menschlichen Team erwarten. Auch sie waren neugierig und gespannt, wer und wie wir sind. Nach Frau Freidels Willkommensgrüßen legte sich ein wenig die Aufregung und endlich durften die Mädchen ihre Partnerhunde mit ihren Gastgeschenken, z. B. Brot mit Leberwurst oder Wiener Würstchen, begrüßen.

 

Gleich danach wartete die erste Aufgabe; Parcourslaufen mit ihren Hunden. Diese wurde mit Bravour und Kenntnissen erfüllt. Die Hundebesitzer*innen waren beeindruckt von der Ruhe und dem Wissen, mit dem die Mädchen ihre Hunde führten. Die Kinder hatten nicht nur ihre Freude dabei, sondern lernten die Hundebesitzer*innen mit ihren Hunden kennen und vertieften so ganz nebenbei die Hunderegeln. Schnell wurden dabei neue Freundschaften geschlossen.

 

Nach einer kleinen Pause folgte ein entspannter Spaziergang; später erzählten mir die Kinder, dass sie diese „Aufgabe“ am Schönsten fanden. Die Hunde an der Leine zu führen, die Hundesprache verstehen zu lernen, all dies trug zu einer weiteren entspannten und freudigen Atmosphäre bei. Danach wurden wir zum gemeinsamen Essen eingeladen; der Tisch war reich mit den mitgebrachten Köstlichkeiten gedeckt und wir ließen es uns alle schmecken. Lachen, Erzählen, Fragen stellen, Lauschen, Beobachten, Erstaunen; alles war möglich und alles fand dabei seinen Platz.

 

Nach dieser kleinen Stärkung setzten wir uns in einen Kreis und eine Geschichte wurde vorgelesen. Sie half uns, wieder zum Programm zurückzukehren. Jetzt hieß es, die Umrisse eines Hundes auf einem großen Plakat zu zeichnen. Gar keine so leichte Aufgabe; sind doch auch Hunde kitzlig oder aufgeregt und wollen nicht unbedingt still liegen bleiben. Nun war das eigene künstlerisches Talent gefordert, um die fehlenden Umrisse mit der Hand zu zeichnen.

 

Als Abschluss gab es die tierischen Abschiedsgeschenke: die Pfotenabdrücke!! Es wurde „hoch konzentriert" gearbeitet und wir waren stolz auf das Ergebnis. Glückseligkeit pur! Danach trafen wir uns im Vereinsbüro, hier konnten die Mädchen u.a. ihre Evaluationsbögen ausfüllen. So langsam hieß es nun Abschied nehmen; ich schaute in glückliche und auch traurige Kinderaugen. Ich sah hin und wieder eine kleine versteckte Träne, ebenso in den mitfühlenden und verständnisvollen Erwachsenenaugen. Mit neu geschlossenen Freundschaften, dem Lob der Erwachsenen und mit unserem DANK beendeten wir schließlich diese außergewöhnlichen Stunden.

 

Auf dem Heimweg hörte ich diese Worte: „Danke, für diese tollen Stunden, wann können wir unsere Hunde wiedersehen, vielleicht morgen schon? Wann machen wir unseren Hundeführerschein mit unseren Partnerhunden und geht auch im kommenden Jahre unsere AG „Tierische Entspannung“ weiter?“ Einige dieser Fragen beantwortete ich mit einem „JA“. Der Jubel war groß und die Eltern nahmen überglückliche und stolze Kinder in ihre Arme.

 

Diese Stunden zeigten ihre Wirkung:

Am darauffolgenden Freitag reflektierten wir über unseren „Hunde-Tag“; die Mädchen verarbeiteten ihre Erfahrungen in Rollenspielen als Mensch und Hund, sogar als Blindenführhund. Die Lösungen ihrer selbstgestellten Fragen fanden sie darüber hinaus in ihrem gemeinsamen Austausch.